HOW TO: STAY SANE DURING EXAM TIMES

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Möglichst viel Stoff in kurzer Zeit soll in unserem Gehirn hängen bleiben. Die Bibliothek wird unser Zweitwohnsitz und Kaffee schmeckt auf einmal doch nicht mehr so übel wie früher. Man hat kaum noch Zeit für die Dinge, die einem Spaß machen und gewisse Pflichten müssen nebenbei ja trotzdem noch erfüllt werden. Der Kopf ist kurz vorm Platzen - ich sage ja immer mein Gehirn fühlt sich an wie ein Browser in dem 129488537 Tabs auf einmal geöffnet sind. Und das alles vielleicht sogar über mehrere Wochen hinweg.
Jeder Student kennt und fürchtet sie: die Prüfungszeit.
Auch ich kann ein Lied davon singen - mein halbes Studium ist gefühlt eine Prüfungszeit. Manchmal möchte man am liebsten einfach nur in Selbstmitleid ertrinken, aber wie ich die Prüfungszeit überlebe und mich entspanne wenn mal wieder alles zu viel wird, habe ich euch in folgenden 5 Tipps zusammengestellt.

Ausgleich schaffen

Das Allerwichtigste für mich ist es einen Ausgleich zum stundenlangen Sitzen in der Bib zu schaffen. Für mich ist es absolut unmöglich den ganzen Tag still zu sitzen und mich kaum zu bewegen. Deshalb ist ein gutes Workout im Fitnessstudio am Morgen oder Abend ein Muss! Und dass Sport das perfekte Mittel zum Stressabbau und der Ausschüttung von Glückshormonen ist, hat bestimmt jeder schon einmal zu spüren bekommen. Auch wenn ich mich absolut schwach und ausgepowert fühle, durch den wenigen Schlaf und dem vielen Denken, fühle ich mich nach dem Sport trotzdem viel besser. Wenn ich wirklich unmotiviert bin zum Sport zu gehen, dann tut es zumindest ein ausgiebiger Spaziergang. Nur du selbst. Musik. Abschalten.




Sich selbst belohnen

Um ausreichend motiviert zu bleiben ist es ab und zu an der Zeit sich selbst zu belohnen. Dies kann nämlich dabei helfen, die Lustlosigkeit gegenüber dem Lernen mit Vorfreude aufzuwiegen. Sei es ein Stück Schokolade, ein Treffen mit der besten Freundin oder das Zara-Oberteil, was ich schon so lange haben wollte. Mir hilft so etwas extrem am Ball zu bleiben, denn so fühle ich mich kurzzeitig besser und kann direkt danach oder am nächsten Tag wieder motiviert weiterlernen. Wenn ich wirklich super unmotiviert zum Lernen bin, dann „belohne“ ich mich oftmals auch mit kleinen Dingen. Es klingt ziemlich doof, aber ich sage mir dann immer „Okay du lernst jetzt bis zu dieser Uhrzeit (meiste halbe bis eine Stunde) und dann kannst du 5 min zu Instagram/kannst der Person antworten/gehst einen Kaffee trinken“. Also ihr seht, wirklich kleine Dinge helfen kurzzeitig motiviert zu sein. Als Belohnung funktionieren also alle Dinge, die Abwechslung in den Lernalltag bringen.



Gesund essen und ausreichend trinken

Jeder Mensch weiß, dass es wichtig ist genügend Wasser zu trinken und mir fällt es ehrlich gesagt nicht schwer (wenn ihr mir auf Insta folgt habt ihr bestimmt schon von meinem „Trinkproblem“ mitbekommen :D), aber ich erlebe es immer wieder wie mir Freunde erzählen, dass sie nicht mal auf 1,5 Liter am Tag kommen! All unsere Körperfunktionen sind von Wasser abhängig und nur wer ausreichend hydriert ist kann lange durchlernen und konzentriert bleiben. Und ja - auch wenn ich es nicht wahrhaben will - zu viel Kaffee und Energy Drinks sind nicht förderlich. Sie sind in der Prüfungszeit zwar absolut nicht wegzudenken, aber man sollte es nicht übertreiben.
Beim Thema Ernährung bin ich in der Prüfungszeit immer am strugglen: einerseits will ich mich weiterhin gesund ernähren, aber andererseits will ich nicht zu viel Zeit für Kochen und Mealprep aufwenden und mir am liebsten ständig Schokolade reinziehen. Also versuche ich einen gesunden Mittelweg zu finden. So oft es geht versuche ich gesund zu kochen und Essen für die Bib vorzubereiten, aber ein Eis oder Schokolade muss zur Belohnung oder als Nervennahrung auch mal drin sein. Und ab und zu in der Mensa essen ist auch völlig in Ordnung - man spart Zeit und es lassen sich meistens auch gesunde Alternativen finden. Und immerhin kostet ein Essen in der Mensa weniger als ein Starbucks-Getränk :D


Routine

Zu wissen, was man jeden Tag vorhat oder erreichen möchte macht einiges einfacher. Schreibt euch auf jeden Fall einen Plan mit realistischen Lernzielen für die Woche und den jeweiligen Tag. Mir hilft das dabei, wenn ich ein Ziel am Tag erreicht habe, abends auch abschalten zu können. Für mich funktioniert es am besten, wenn ich morgens zum Sport gehe - dann kann ich schon mal mit einem guten Gefühl in den Tag starten. Lernen kann ich am besten in der Bib, da ich mich Zuhause von zu vielen Dingen ablenken lassen. Zwischendurch baue ich viele Kaffee- und Essenspausen ein, rede mit Freunden oder gehe eine kleine Runde spazieren. Wenn ich abends nach Hause komme, versuche ich dann nicht mehr so viel an den Lernstoff zu denken (was mir nicht so einfach fällt) und mache irgendetwas was mich entspannt. Außerdem schreibe ich noch in meinem Journal - hake To do’s ab, sette den Plan für den nächsten Tag und schreibe einfach ein bisschen. Das hilft mir runterzukommen. Ich persönlich bin nicht der Typ der nachts lernen kann. Ich stehe lieber früh auf und bin den ganzen Tag über produktiv. Ansonsten muss jeder denke ich für sich selbst die perfekte Routine finden. Aber wenn man einmal so einen Ablauf hat, dann fällt es nicht mehr so schwer sich zum Lernen zu motivieren, denn man weiß einfach dass es zum Tagesrhythmus gehört.


Positiv Denken und Dankbarkeit

Ich bin wirklich nicht das größte Vorbild, darin positiv zu denken. In der Prüfungszeit habe ich mindestens ein Mal am Tag ein mental breakdown, wo ich am liebsten alles hinschmeißen würde und den Menschen in meiner Umgebung die Ohren volljammere. Aber mal ehrlich - das gehört doch dazu oder?
Nichtsdestotrotz versuche ich daran zu arbeiten. Denn was bringt uns denn rumjammern? Es bringt nur schlechte Laune und nimmt uns die Energie zum Lernen. In solchen Momenten versuche ich daran zu denken warum ich das ganze überhaupt mache und wie lange ich noch durchhalten muss. Objektiv betrachtet sind das alles nur Luxusprobleme. Wir können dankbar dafür sein, dass wir die Möglichkeit haben zu studieren, dass wir ein Dach über dem Kopf haben und Menschen, die einen unterstützen. Alles ist gut!  





Bilder: Tina Haase 

Ich hoffe ich konnte einige von euch mit meinen Tipps etwas motivieren. Lasst mir gerne in den Kommentaren da, was ihr studiert und ob ihr noch Tipps für die Prüfungszeit habt! 



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13 Kommentare

  1. mega guter Post, Liebes! Danke für deine ganzen Tipps <3

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  2. super beitrag. :)
    ich bin momentan auch so ein wenig am verzweifeln. diese woche eine 15-seitige seminararbeit, bis 23.06 ein unternehmensführungskonzept in gruppenarbeiten (ich finde gruppenarbeiten immer so viel schlimmer als einzelnarbeiten weil man ständig allen nachrennen muss :D), zwei referate und dann ende juni noch 4 prüfungen wovon 3 am gleichen tag sind. yay! <3 und ganz nebenher noch arbeiten weil die miete sich auch nicht von selbst zahlt. :P
    mir hilft es, an lerntagen ganz früh aufzustehen (ca. 6, 7), yoga zu machen oder laufen zu gehen, dann duschen und ausgiebig zu frühstücken und dann in den lerntag zu starten. aber auch nicht zu lange, denn irgendwann kann das hirn ja einfach nichts mehr aufnehmen. abends noch sport und nicht allzu spät schlafen gehen, dann klappt das ganze schon. :)

    liebe grüße, jana von fraeuleinweber.com

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    1. Oh das klingt auf jeden Fall auch ziemlich stressig! Aber wie es klingt bist du ja auch sehr strukturiert, da schaffst du das schon :)
      Mit den Gruppenarbeiten geht es mir auch so, da mache ich lieber alles allein :D
      Und deiner Routine kann ich absolut zustimmen, ich mache das genauso :)

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  3. Guter Beitrag! Ich weiß selber wie stressig die Prüfungsphase sein kann.
    Ich habe gemerkt, wie wichtig Pausen für mich sind. Früher wollte ich immer auf Teufel komm raus , alles in einem Rutsch durch lernen und das ist einfach immer in die Hose gegangen. Inzwischen nehme ich mir mal Zeit um kurz Luft zu schnappen und raus zu gehen. Das gibt mir immer neue Energie.

    Liebe Grüße Anni von http://hydrogenperoxid.net

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    1. Ja das kenne ich! Pausen sind super wichtig :)

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  4. Danke für die Tipps. Ich finde die sind für viele Lebensbereiche anwendbar und nicht nur als Student nützlich.

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  5. Ach ich wünschte, ich hätte diese Tipps früher gehabt. Ich studiere zwar immer noch, aber da ich mich was das Studium etwas zurück nehme, bin ich da nicht mehr so im Stress.
    Aber meine Abizeit war der Horror, ich bin froh dass ich das überstanden habe. Wundervolle Tipps und gerade pünktlich zu dieser Zeit, wo so viele Abi- und sonstige Prüfungen haben :D

    alles Liebe deine Amely Rose schau dir gerne meinenAmely Rose an

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  6. Sehr gutes Thema, ich bin gerade mitten in der Prüfungsphase und versuche bereits all deine Tipps umsetzen. Das Zara-Oberteil gab es also schon als Belohnung und während ich diesen Kommentar tippe, befinde ich mich gerade in der 5 Minuten Blog-Pause ;-) Es lebe das Studenten-Dasein :-D

    Liebe Grüße, Milli
    (http://www.millilovesfashion.de)

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  7. Ich habe es auch immer wieder versucht "gut" durch die Prüfungen zu kommen-egal was ich versucht habe,ich sah vor der Prüfung "fertig" aus und danach war die Welt einfach wunderbar. Naja, einfach zuviel Druck gehabt. Hach, Studieren war einfach toll!

    Liebe GRüße,
    Alex.

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  8. Toller Blogpost und die vielen Tipps :-)!

    Auf dem Blogs von meiner Schwester und mir findet zur Zeit eine Blogvorstellung statt, vielleicht möchtest du ja mitmachen. Wir freuen uns über jeden Teilnehmer :-)
    http://janaahoppe.blogspot.de/2017/06/blovorstellung-mit-leas-world.html & http://xxleasworldxx.blogspot.de/2017/06/blogvorstellung-mit-janaahoppe.html

    Liebe Grüße
    janaahoppe.blogspot.de

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