LIFE UPDATE APRIL 2017

14:11


Hallo ihr Lieben,
Ich sitze in der Bibliothek, auf meinem Platz der mir schon so vertraut geworden ist, als wäre er mein zweites Zuhause. Ich höre meinen liebsten „Konzentrations-Song" in Dauerschleife, der neben dem gewünschten Inspirationseffekt eine gewisse Melancholie mit sich bringt, da er mich an all die Texte erinnert, die ich vor ein paar Monaten geschrieben habe.



Ich weiß nicht genau wie ich diesen Blogpost beginnen soll. Lange Zeit war es jetzt schon sehr ruhig hier auf meinem Blog, was man einer dieses Semester sehr langgezogenen Prüfungsphase zuschreiben kann. Über 2 Monate lang habe ich für Prüfungen gelernt, habe für Praktika im Labor gestanden und 90 Seiten lange Protokolle geschrieben, die am Ende ohnehin nur halbherzig gelesen werden. Semesterferien konnte ich dieses Semester komplett abschreiben. Stattdessen musste ich mich mit wenig Schlaf und Schoki-Essattacken anfreunden. Die bib (oder auch das Labor) waren mein zweites Zuhause und Kaffee mein ständiger Begleiter.




Mittlerweile glaube ich echt, dass man in der Uni nur lernt wie man mit Stress und Enttäuschungen umgeht. Ich habe mich in dieser Zeit in gewisser Weise selbst verloren. Ich wusste nicht mehr was ich wollte und wer ich überhaupt bin.
Bin ich überhaupt gut in Biologie? Will ich mein halbes Leben auf Instagram teilen? Will ich diesen Fitness-Lifestyle überhaupt noch leben?
Ich wusste zwar, dass mein Kopf einfach voller Informationen über Methoden zur Proteinbestimmung, Mikroorganismen und hormonellen Regelkreisen war, aber ich habe ernsthaft geglaubt, dass ich keinen Spaß mehr am Krafttraining habe. Dass mir das Schreiben keinen Spaß mehr macht. Ich glaube nun zu wissen was mit diesen #twentysomethings gemeint ist. Du weißt nicht wo du stehst, wo es hingeht und wer dich begleitet. Ständig hinterfragst du die Dinge, die dir eigentlich wichtig sind.

Ich habe mich so sehr auf die Uni konzentriert, dass ich alles andere ausgeblendet habe. Und genau das ist das Problem, wenn man so perfektionistisch ist. Man will lieber eine Sache voll und ganz durchziehen, anstatt alles nur halbherzig zu machen. Ich wollte nicht einmal aller zwei Wochen einen Blogpost veröffentlichen, mit dem ich eigentlich gar nicht zufrieden war. Ich wollte nicht zum Sport gehen, weil ich dachte es wird sich ohnehin nicht lohnen, wer weiß wann ich das nächste Mal Zeit dafür habe? Von der Ernährung wollen wir gar nicht erst anfangen. Aber diese „wenn schon denn schon“-Einstellung ist nicht gesund.

Wenn ich eines mal wieder aus dieser Zeit gelernt habe, wie wichtig es ist es die Balance zu finden. Man sollte nicht so viel verpassen und alles ausblenden, nur weil man die ganze Zeit mit dem Kopf in den Büchern steckt. Man denkt die ganze Zeit nur: okay wenn der und der Tag gekommen ist, dann ist es endlich vorbei und ich habe wieder ein Leben. Aber bis zum Erreichen des Endzieles ist man unglücklich. Eigentlich sollte man sich doch am Weg erfreuen oder? Es werden immer wieder schwierige Zeiten kommen und die wird man einfacher überstehen können wenn man positiv ist. Erinnert euch zwischendrin mal daran zu leben, und lebt nicht nur den „work hard“-Teil von work hard, play hard.

Ich komme noch gar nicht damit klar, dass ich jetzt "nur" noch Vorlesungen habe. Ich habe mich gewissermaßen an den Stress gewöhnt, sodass ich verwirrt bin wenn ich Freizeit habe. Wenn mich jemand fragt "Was machst du heute noch so?" antworte ich schon mechanisch "hm weiß nicht, lernen bestimmt." bis ich merke, dass sich mein Leben nicht mehr nur ums Lernen dreht. Es ist an der Zeit sich wieder auf schönere Dinge zu konzentrieren. Festzustellen, dass es mir einfach Spaß macht im Fitnessstudio zu trainieren und beim Schreiben meinen Kopf ein bisschen zum Schweigen zu bringen. Ich freue mich darauf, Zeit mit Freunden zu verbringen. Auf Kaffee morgens. Abends einfach mal daheim sein und meine Lieblingsserie zu schauen. Meine Familie öfters zu besuchen. Mit meinen Mädels die Nächte durchzutanzen. Dinge erledigt zu bekommen. Es gibt einfach so viele kleine Dinge, über die man sich freuen kann.



Ich möchte mich wieder daran erinnern, dass ich es liebe mich mit euch über Mode, Fitness und andere tolle Dinge auszutauschen, auch wenn mich das Konzept von Instagram zurzeit manchmal nervt. Aber genau deshalb möchte ich auch wieder mehr auf meinem Blog aktiv sein und wieder Posts über Mode, persönliche Texte, Rezepte und vieles mehr veröffentlichen. 
Ich hoffe euch geht es gut.

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1 Kommentare

  1. dein post beschreibt gerade mein derzeitiges life! danke <3
    küss, feli von www.felinipralini.de

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